Unsichtbar hinter dem Ohr:

Das Pflaster gegen Seekrankheit

Das Pflaster gegen die Seekrankheit ist einfach in der Anwendung und wirkt einige Tage gegen die Symptome. Dennoch müssen Sie bei dem Gebrauch einige Faktoren beachten, um Ihren Törn ohne gesundheitliche Zwischenfälle genießen zu können.

Eine Reiseübelkeit kann Ihnen den Segelurlaub vermiesen – eine gute Vorbeugung ist daher empfehlenswert.

Das Pflaster ist eines der wirksamsten Mittel gegen die Seekrankheit, welches jedoch in der Schweiz, aufgrund seiner möglichen Nebenwirkungen so nicht mehr im Handel erhältlich ist. Auf dieser Seite informieren wir Sie über alle wichtigen Faktoren rund um die klebende Hilfe auf dem Wasser. So können Sie während Ihren Vorbereitungen für den Törn besser entscheiden, ob Sie das Pflaster auf Ihre Packliste schreiben möchten, oder lieber andere Medikamente bevorzugen, um nicht seekrank zu werden.

Pflaster gegen Seekrankheit

Was ist ein Pflaster gegen die Seekrankheit?

Das Pflaster gegen die Seekrankheit nennt sich Scopoderm und ist in der Apotheke erhältlich. Es hilft als Vorbeugung gegen die Symptome wie Übelkeit und Erbrechen, welche charakteristisch für die Reisekrankheit sind. Allerdings sind die Pflaster verschreibungspflichtig, sodass der Gang zu Ihrem Arzt im Vorfeld notwendig wird. Dies geschieht jedoch aus gutem Grund: Die Wirkungsweise des Pflasters ist mit einigen Risiken verbunden.

Viele Segler schätzen die einfache Anwendung dieses Medikaments und haben einen Vorrat an Scopoderm immer in ihrer Bordapotheke. Der Wirkstoff, der sich in den Pflastern gegen die Seekrankheit befindet, ist übrigens auch als Kaugummi oder in Reisetabletten erhältlich. Die Anwendung gestaltet sich recht einfach:

Das kleine, runde Pflaster wird am Abend vor dem Törnbeginn hinter das Ohr geklebt. Wählen Sie hierzu eine trockene und haarfreie Stelle aus. Dort verbleibt dieses für 3 Tage, in denen konstant der Wirkstoff an Ihren Körper abgegeben wird. Benötigen Sie einen längeren Schutz, so entfernen Sie das alte Pflaster und kleben am vierten Tag ein Neues auf Ihre Haut.

Waschen Sie nach dem Kontakt unbedingt Ihre Hände, damit Sie ein Einbringen des Wirkstoffs in Ihre Augen oder Schleimhäute vermeiden. Achten Sie ebenso darauf, dass Sie das klebende Pflaster nicht mit Ihren Händen berühren – auch hier kann der Wirkstoff austreten. Duschen, Schwimmen oder Waschen ist jedoch problemlos, auch während der Tragezeit, möglich. 

Die Wirkungsweise eines Pflasters gegen Seekrankheit

Mittel gegen Seekrankheit: Pflaster

Das Pflaster gegen die Seekrankheit enthält den Wirkstoff Scopolamin. Dies ist ein Anticholinergikum welches direkt, sobald Sie das Medikament auf Ihre Haut kleben, in Ihr vegetatives Nervensystem eingreift. So gut und schnell dieses Medikament auch wirkt, so verheerend können die Nebenwirkungen ausfallen. Das Gespräch mit Ihrem Arzt ist vor der Anwendung demnach obligatorisch.

Manche Segler spüren keine Nebenwirkung und schwören auf das Pflaster, andere hingegen fühlen sich während der Tragedauer ständig benebelt – dieser Zustand kann auf Dauer sogar unangenehmer sein, als die eigentliche Seekrankheit. Nachteilig sind auch die Wechselwirkungen mit anderen Präparaten.

Sollte das Pflaster versagen, so können Sie nicht ohne Weiteres zu einem anderen Mittel greifen. Lesen Sie daher unbedingt und gründlich die Packungsbeilage. Falls Sie regelmäßig andere Medikamente einnehmen müssen, klären Sie auch diese Tatsache mit einem Mediziner ab. In einigen Fällen wird Ihnen dieser von der Benutzung des Pflasters abraten und Ihnen eher zu Tabletten, wie Antihistaminika oder Reisekaugummis raten.