Unwohlsein auf dem Schiff:

Die Seekrankheit

Seekrankheit – das heißt Übelkeit, Schwindel und Erbrechen. Leidet ein Segler unter den Symptomen der Reisekrankheit, dann wird der Aufenthalt an Bord eines Schiffs zur reinen Tortur. Damit es erst gar nicht so weit kommt, informieren wir Sie auf diesen Seiten über alle Faktoren rund um die Seekrankheit.

Eine interessante Tatsache: Säuglinge können nicht seekrank werden.

Mit unseren Tipps werden die eigentlich schönsten und unbeschwerten Tage auf dem Wasser, nicht zu Ihren schlimmsten Tagen des Jahres. Für einen Segeltörn gilt immer: Die richtige Vorbereitung ist alles. Besonders wichtig ist auch eine umsichtig und vorausschauend gepackte Bordapotheke. So sind Sie perfekt auf die Seekrankheit vorbereitet.

Seekrankheit

Wie entsteht eine Seekrankheit?

Schuld an der Seekrankheit ist eine Fehlinterpretation des Gehirns. Herrscht an Bord einer Segelyacht oder eines Kreuzfahrtschiffes starker Seegang, so nimmt der Mensch diesen Umstand durch Schaukeln und Schwanken wahr. Sendet nun aber das Sehzentrum diese Information nicht an das Gehirn weiter, dann entsteht eine visuelle Fehlinterpretation – das Gehirn kann die wahrgenommenen Bewegungen nicht richtig zuordnen. Auge, Gehirn und das Gleichgewichtsorgan des Innenohrs rebellieren und der Körper wird einer Stresssituation ausgesetzt.

Steht der Mensch unter Stress, wird augenblicklich Histamin ausgeschüttet. Dieser Botenstoff dient normalerweise als Schutzmechanismus für den Körper. Nehmen wir einen giftigen oder falschen Stoff zu uns, so regt Histamin das Brechzentrum an. Die Seekrankheit ist demnach eine Verkettung widersprüchlicher Botschaften. Erst diese machen die betroffene Person seekrank. Hierbei ist es egal, ob es sich um die erste Kreuzfahrt oder den ersten Segeltörn handelt, oder ob Sie ein alter Hase in Sachen Segeln sind: Vor der Seekrankheit ist keiner gefeit.

Wie man Seekrankheit richtig vorbeugt

Haben Sie generell einen nervösen Magen oder neigen zur Reiseübelkeit, dann empfiehlt sich eine vorbeugende Behandlung bereits vor dem Beginn des Törns. Am besten sprechen Sie die Behandlung mit Ihrem Arzt ab und beginnen diese rechtzeitig. Am Tag der Abreise bietet sich zusätzlich Reise-Kaugummi an. Doch eine gute Vorbeugung gegen die Seekrankheit ist nicht nur medikamentös möglich, such Sie selbst können einiges dazu beitragen, nicht Seekrank zu werden. Sind Sie körperlich fit, ausgeruht und gesund, dann minimieren Sie schon im Vorfeld begünstigende Faktoren der Seekrankheit.

An Bord der Segelyacht empfiehlt sich immer der Blick zum Horizont. Fixieren Sie diesen stets, wenn Ihnen unwohl wird. So stimmt Ihr visueller Eindruck mit dem Seegang überein. Sollten Sie auf dem Schiff zu frieren beginnen, wechseln zu wärmerer Segelbekleidung. Je wohliger sich der Mensch fühlt, desto weniger Chance hat die Seekrankheit.

Hierzu gehört unbedingt auch die Stressvermeidung! Achten Sie an Bord zudem auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und eine gesunde Ernährung. 

Mehr zum Vorbeugen einer Seekrankheit

Die Symptome der Seekrankheit

Die Symptome der Seekrankheit können leicht, mittelschwer oder stark ausgeprägt vorkommen. Normalerweise leidet die betroffene Person unter einer oder mehreren der folgenden Beschwerden:

  • Müdigkeit
  • Erbrechen
  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Herzrasen
  • Vermehrtes Gähnen
  • Schwitzen
  • Blässe
  • Stimmungsschwankunge

Was hilft gegen akute Seekrankheit?

Hat die Vorbeugung nichts genützt und Sie plagen Übelkeit und Erbrechen, dann müssen Sie zur medikamentösen Behandlung wechseln. Die Schulmedizin hat einige gute Mittel, die rasch und ohne große Nebenwirkungen die Seekrankheit bekämpfen. Hierzu zählen Antihistamine, die Sie in Form von Kaugummis und Tabletten kaufen können. Dieses Medikament bekämpft die zu großen Mengen an ausgeschütteten Histaminen, die die Symptome verursachen. 

Auch spezielle Pflaster können ein geeignetes Mittel gegen Seekrankheit sein, diese sind jedoch verschreibungspflichtig. Generell empfiehlt sich vor dem Start eines Segeltörns ein Besuch bei Ihrem Hausarzt. Besprechen Sie mit diesem Ihre Pläne und lassen Sie sich wirkungsvolle Mittel gegen Reiseübelkeit verschreiben. 

Die optimale Bordapotheke gegen die Seekrankheit

Eine gut ausgestattete Bordapotheke enthält Medikamente und Instrumente, die Sie auf jeden Fall auf Ihren Segeltörn mitnehmen sollten. Hierzu zählen nicht nur die Mittel gegen die Seekrankheit, sondern auch für verschiedene andere Bereiche. Damit Ihnen die Zusammenstellung der Bordapotheke schnell und einfach gelingt, können Sie sich hier genauer über die Anforderungen informieren.

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