Kleidung für Wind und Wetter

Segelbekleidung

An Bord muss Ihre Segelbekleidung ganz speziellen Anforderungen gerecht werden. Salz, Sonne und Feuchtigkeit stellen die Materialien hart auf die Probe und verlangen starke Widerstandkräfte. Umso wichtiger ist professionelle Funktionsbekleidung. Egal ob Jacke, Hose oder Schuhe – die richtige Segelbekleidung ist wasserdicht, atmungsaktiv und robust und bietet Ihnen Schutz bei allen Wetterlagen. Mit der passenden Bekleidung trotzen Sie den Windböen und Regenschauern an der Ostseeküste oder dem heißen und trockenem Klima am Ionischen Meer.

Die breite Produktpalette von Segelbekleidung reicht von praktischer Allwetterbekleidung, über Funktionsunterwäsche und Vlieswesten bis zu rutschfesten Schuhen oder Neoprenanzügen. Durch die bunte Vielfalt an Materialien und Schnitten findet sich für jedes Einsatzgebiet die optimale Garderobe, damit Sie sowohl beim Jollensegeln als auch bei der Hochseeschifffahrt perfekt ausgerüstet sind. Worauf es bei der Segelbekleidung ankommt, erfahren Sie hier.

  1. Überblick Segelbekleidung
  2. Gute Stoffe - Gute Segelbekleidung
  3. Basisschicht, Mittelschicht, Außenlage
  4. Segeljacken für jedes Revier
  5. Funktionale Segelhosen für jedes Wetter
  6. Segelschuhe: standfest und sicher
  7. Segelstiefel - Widerstand bei extremen Anforderungen
  8. Accessoires - nützliche Helfer auf hoher See
  9. Ölzeug - der Klassiker der Segelbekleidung

Überblick Segelbekleidung

Die richtige Segelbekleidung hält den Anforderungen verschiedener Segelreviere stand und garantiert Ihnen optimalen Schutz. Wir zeigen Ihnen, welche Kleidungsstücke beim Segeln von Bedeutung sind.

Segeljacke: Eine passende Jacke ist beim Segeln das wichtigste Kleidungsstück. Wir erklären Ihnen, wie Sie die richtige Jacke für Ihren Törn finden.

Segelhose: Wasserdicht, atmungsaktiv und modisch? Erfahren Sie bei uns, welche Kriterien eine Segelhose erfüllen muss.

Segelschuhe: Das richtige Schuhwerk ist Ihre Verbindung zum Boot. Wir informieren Sie darüber, welcher Schuh für welchen Zweck geeignet ist.

Segelstiefel: Bei Hochseetörns sind Segelstiefel ein Muss. Alles, was Sie zu Segelstiefeln wissen müssen, können Sie bei uns nachlesen.

Accessoires: Segelaccessoires erleichtern Ihnen den Alltag auf hoher See. Welche Accessoires Ihnen auf Ihrem Törn helfen könnten erfahren Sie hier.

Ölzeug: Ölzeug bezeichnet ursprünglich die klassische, mit Öl behandelte Segelkleidung. Welche Arten es gibt und worauf Sie beim Kauf von Ölzeug achten müssen, erfahren Sie hier.

Gute Stoffe – Gute Segelbekleidung

Die Wasserdichtigkeit von Textilien wird in mm Wassersäule angegeben – je höher der Wert, desto undurchlässiger der Stoff!

Traditionellerweise bezeichnet man die Wetterschutzkleidung von Seeleuten als Ölzeug, da man ursprünglich die Segel-Textilien durch eine Ölimprägnierung wasserdicht gemacht. Heutzutage werden die Jacken und Hosen entweder beschichtet oder aus mehrlagigem Textillaminat hergestellt, der Name ist jedoch geblieben.

Grundsätzlich wird zwischen leichtem und schwerem Ölzeug unterschieden. Während das leichte Ölzeug vor allem bei Segeln in Küstengebieten oder auf Binnengewässern genutzt wird, kommt das schwere Ölzeug vor allem auf der Hochseeschifffahrt zum Einsatz.

Die Basisschicht

Setzen Sie auf den Zwiebel-Look! Bei professioneller Segelbekleidung unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Kleidungsschichten, die man den Wetterbedingungen einfach anpassen kann. Gerade bei besonders sportlichen Aktivitäten bietet es sich an eine Basisschicht zu tragen, die Sie unter Ihre Kleidung oder bei warmen Wetter auch alleine anziehen können.

Das atmungsaktive Material von Funktionsunterwäsche ermöglicht eine leichte Isolierung und vor allem eine komfortable Feuchtigkeitsregulierung. Bestehend aus lang- oder kurzärmliger Funktionswäsche ist die Basisschicht dafür zuständig, die durch Schwitzen entstehende Feuchtigkeit nach außen zu transportieren und Ihnen ein trockenes Gefühl zu geben. Darüber hinaus verstärkt die Basis die Wirkung der Mittelschicht und der Außenlage und ist so die optimale Grundlage für Ihre Segelbekleidung. 

Die Mittelschicht

Die Softshelljacken, Vlieswesten oder dicken Pullover, die Sie als Mittelschicht tragen können, sind vor allem zur Wärmeisolierung und Feuchtigkeitsabweisung gedacht. Durch die thermischen Vorteile und die schnelle Trockenzeit von Vlies sind diese Textilien besonders vielfältig einsetzbar. Bei leichten Bedingungen können diese Kleidungsstücke sogar als Außenlagen benutzt werden und die hohe Flexibilität steigert den Tragekomfort.

Inzwischen gibt es bereits spezielle Technologien, die es ermöglichen, dass die Stoffe, die bei professioneller Segelbekleidung eingesetzt werden, bei Kälte die Wärme innenbehalten und bei Hitze die Wärme entweichen lassen. So können diese Stoffe als Allwetter-Kleidungstücke eingesetzt werden. Zum Warmhalten sind Sie aber auch mit einer Auswahl an dicken Pullovern unter Ihrer Regenjacke auf der sicheren Seite

Die Außenlage

Bei der Außenlage sollte es sich um besonders robuste und widerstandsfähige Kleidungsstücke handeln, die Ihnen auch bei starkem Regen und Kälte-Schutz bieten. Unterschieden wird auch hier zwischen Küsten-, Binnen, Hochsee- oder Sport-Bekleidung, die alle individuellen Begebenheiten trotzen müssen. Achten Sie bei der Außenlage darauf, dass die Segeljacken zum optimalen Schutz vor Wasser und Wind neben verdeckten Reißverschlüssen auch getapte Nähte und gefütterte Sturmkrägen haben.

Auch bei der Bekleidung spielt Sicherheit eine große Rolle, deswegen sollten Ihre Jacken und Hosen mit auffälligen Farben und Reflektoren ausgestattet sein, damit man Sie auch bei schwierigen Sichtverhältnissen auf Deck erkennen kann. Beim Segeln mit erhöhtem Wasserkontakt wie dem Jollensegeln bietet es sich an auf Bekleidung aus dem Taucherbereich zurück zugreifen, beispielsweise auf einen Nass- oder Trockenanzug. 

Segelbekleidung

Segeljacken für jedes Revier

Segeljacken gibt es in verschiedenen Varianten und von zahlreichen Herstellern im Bereich der Segelbekleidung. Doch wie finden Sie die richtige Segeljacke für Ihre Zwecke? Hier kommt es vor allem auf das Einsatzgebiet an, denn mit den Wetterbedingungen diverser Segelreviere ändern sich auch die Anforderungen an eine gute Jacke. So können Sie sich aussuchen, ob die Jacke hauptsächlich modisch oder doch rein zweckmäßig sein soll.

Die Bandbreite von Segeljacken reicht von Smocks, die Sie wie einen Anorak über den Kopf ziehen, über Softshelljacken, die einen besonders hohen Tragekomfort bieten, bis hin zu dreilagigen Race-Jacken, die selbst härtesten Bedingungen standhalten. Beim Kauf einer Segeljacke sollten Sie darauf achten, dass alle Kriterien erfüllt sind. Legen Sie außerdem viel Wert auf hochwertiges Material. Nur so können Sie langfristig von einer guten Segeljacke profitieren.

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Funktionale Segelhosen

Eine Segelhose soll für optimalen Schutz sorgen, selbst wenn Sie einmal mit dem Wasser in Berührung kommen. Und das lässt sich beim Segeln schließlich nicht vermeiden. Wichtig ist, dass die Hose nicht nur robust, wasserdicht und atmungsaktiv ist, sondern gleichzeitig einen möglichst hohen Tragekomfort gewährleistet. Denn auch Bewegungsfreiheit ist wichtig, um an Bord nicht eingeschränkt zu sein.

Ob Bermudas-Shorts für den Sommer in der Karibik oder Thermo-Hosen für den Timmendorfer Strand – auch bei der perfekten Segelhose kommt es in erster Linie auf das jeweilige Wetter an. Gängige Online-Shops wie Marinepool, Gaastra oder Compass24 bieten eine breite Auswahl an Funktionshosen für jedes Wetter und jede Jahreszeit. Kundenbewertungen anderer Segler können für Sie ein guter Anhaltspunkt hinsichtlich der Qualität und Tauglichkeit von Segelbekleidung sein und bei der Entscheidung helfen.

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Segelschuhe: standfest und sicher

Das richtige Schuhwerk ist ebenfalls ein wichtiger Teil der Segelbekleidung. Für Sicherheit an Deck ist eine rutschfeste Sohle die wahrscheinlich wichtigste Voraussetzung, die der Schuh erfüllen muss. Neben einem sicheren Stand sind aber auch die Atmungsaktivität und der Tragekomfort von Bedeutung. Die Schuhe sollten somit für ein ideales Fuß-Klima sorgen und bequem zu tragen sein. Natürlich spielt auch die Optik eine Rolle, denn viele Segelschuhe eignen sich gleichzeitig auch als Freizeitschuh.

Klassische Segelmodelle sind Halbschuhe aus Leinen mit einer Gummisohle, fürs Surfen oder Jollensegeln hingegen bieten sich wärmeisolierende und flexible Neoprenschuhe an. Für jeden Zweck gibt es einen entsprechenden Segelschuh.

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Segelstiefel: für extreme Fälle

In kühleren Segelrevieren ist es sehr wichtig, die Füße vor Kälte und Nässe zu schützen. Hier hat ein flacher Segelschuh kaum eine Chance. Vor allem auf hoher See oder in Situationen, in denen sich Wasserkontakt nicht vermeiden lässt, sind robuste Segelstiefel die bessere Lösung. Mit einem funktionalen Design sind sie für schlechtes Wetter nämlich bestens geeignet.

Ob Stiefel aus Leder, Gummi oder Neopren – bei Segelstiefeln gibt es viele Auswahlmöglichkeiten. Standfestigkeit und Wasserdichtigkeit sind jedoch bei allen Materialien gegeben. Die meisten Stiefel sind gefüttert, atmungsaktiv und wasserdicht. Spezielle Sohlen mit Drainage-Systemen sorgen dafür, dass die Stiefel rutschfest sind und eindringendes Wasser gut abfließen kann. Mit zusätzlichen Schnürungen und Raffungen am Schaft können Sie die Stiefel außerdem ideal an Ihre Waden anpassen.

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Accessoires

Neben den großen Kleidungsstücken gibt es auch eine Reihe von Segelaccessoires, die Ihnen das Leben an Bord erleichtern und Sie zuverlässig schützen. Seien es eine wasserdichte Segeltasche, die Ihre Wertgegenstände sicher verwahrt, eine wärmende Mütze oder praktische Segelhandschuhe, die Ihre Hände bei vielen Segelmanövern schützen.

Wie auch bei den anderen Kleidungsstücken kommt es vor allem auf den Einsatzzweck und das Segelrevier an, dass die Notwendigkeit dieser Accessoires bestimmt.

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Ölzeug

Das sogenannte Ölzeug ist der Klassiker in der Segelbekleidung. Meist wird es als schwerer gelber Mantel mit Kapuze, passender Hose und gegebenenfalls einem Südwester verstanden, kombiniert mit Gummistiefeln. Noch heute ist diese Kombination unschlagbar, was die Wasserdichte betrifft – wenn auch auf Kosten der Atmungsaktivität.

Modernes Ölzeug wartet vor allem mit geringerem Gewicht, einer hohen Strapazierfähigkeit und Atmungsaktivität auf. Ob Sie für Ihren Törn mit normaler Funktionskleidung auskommen, eher leichtes Inshore- oder sogar schweres Offshore-Ölzeug benötigen, ist situationsabhängig.

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