Ausbruch verhindern:

Wie Sie am besten einer Seekrankheit vorbeugen

Einer Seekrankheit können Sie vorbeugen – wenn Sie es denn richtig angehen. Neigen Sie selbst bei längeren Auto- oder Bahnfahrten zu Übelkeit und Erbrechen, dann ist die Gefahr groß, dass Ihnen an Bord einer Segelyacht von der Schiffsbewegung schlecht werden kann. 

Ob Medikamente, natürliche Heilmittel oder bestimmte Verhaltensweisen zum Vorbeugen – die Seekrankheit muss Sie nicht treffen.

Die Seekrankheit sollte für Sie kein Grund sein, auf das Segeln zu verzichten. Bereits eine gute Vorbeugung mit simplen Tricks und Mitteln kann den Ausbruch der Seekrankheit verhindern. Eine Seekrankheit muss nicht immer gleich sehr schlimm ausfallen. Doch sollte sie auftreten, kann sie Ihnen den Spaß am Segeln schnell verderben.

Damit Sie Ihren Törn ohne Reiseübelkeit genießen können, geben wir Ihnen auf dieser Seite nützliche Ratschläge zum Vorbeugen an die Hand, um unbeschwerte Stunden auf dem Wasser verbringen zu können.

Seekrankheit vorbeugen

Die Tücken der Seekrankheit

Eine Seekrankheit kann jeden Segler treffen – ganz egal ob langjährige Segelerfahrung oder Neuling auf einem Schiff. Dennoch gibt es Unterschiede, ob eine Person eher anfällig gegen eine Reisekrankheit ist, oder die Schaukelbewegungen ihm so schnell nichts anhaben können.

Auch hat die Art der Wellenbewegung Einfluss auf den Ausbruch der Seekrankheit. Manche Segler reagieren eher auf schnelle und kurze Bewegungen, andere hingegen auf längere Rollbewegungen. Zu welcher Kategorie Sie zählen, werden Sie auf dem Meer schnell herausfinden: Es sei denn, Sie kennen die richtigen Verhaltensweisen zum Vorbeugen. 

10 Tipps zum Vorbeugen einer Seekrankheit

  1. Leichte Kost: Beginnen Sie Ihren Segeltörn immer ausgeschlafen und essen Sie nur eine leichte, nicht zu fettige Mahlzeit. Gut eignen sich hier Salate, Obst, Gemüse und belegte Brote.
  2. Genussmittel meiden: Verzichten Sie bereits am Tag vor Törnbeginn auf Alkohol und Nikotin. Auch Koffein begünstigt eine Seekrankheit. Zum erfolgreichen Vorbeugen ersetzen Sie Ihren morgendlichen Kaffee durch eine koffeinfreie Variante.
  3. Gute Vorsorge: Wissen Sie schon, dass Sie generell leicht seekrank werden dann ist eine medikamentöse Vorsorge etwa 60 Minuten vor dem Beginn des Törns ratsam. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach einem geeigneten Mittel gegen Seekrankheit, wie beispielsweise Kaugummi, Tabletten oder Pflaster.
  4. Verhalten im Innenraum: Unter Deck in den Kabinen ist die Gefahr seekrank zu werden am größten. Machen sich bei Ihnen schon die ersten Symptome einer Seekrankheit bemerkbar, wie leichter Schwindel oder Übelkeit, dann legen Sie sich in Ihre Koje. Schlaf senkt den Histaminspiegel des Körpers, der für die Symptome verantwortlich ist.
  5. Verhalten an Deck: Fixieren Sie den Horizont. Befinden Sie sich an Deck, dann suchen Sie sich einen Punkt in der Ferne, den Sie fixieren können. So tricksen Sie Ihr Gehirn aus und die frische Luft hilft, die Symptome zu lindern.
  6. Hausmittelchen: Ingwer ist besonders magenschonend und hilft gegen die Seekrankheit. Auch zum Vorbeugen eignet sich eine vermehrte Aufnahme von Ingwer. Ein erfrischendes Ingwerwasser oder als Gewürz in Speisen – vor und während dem Törn eine gute Idee.
  7. Vitamine einnehmen: Vitamin C baut den Botenstoff Histamin ab, der für die Seekrankheit verantwortlich ist. Zum Vorbeugen eignet sich eine erhöhte Aufnahme von Vitamin C, wie Sie es beispielsweise in Orangen, Zitronen, Paprika oder Nahrungsergänzungsmitteln finden.
  8. Entspannungstechniken anwenden: Legen Sie sich auf den Rücken in Ihre Koje und schließen Sie die Augen. Ruhe und Entspannung sorgen für einen Stressabbau und minimieren so die begünstigten Faktoren einer Seekrankheit.
  9. Nützliche Gadgets: Eine Brille mit künstlichem Horizont eignet sich zum Vorbeugen besonders unter Deck. Diese können Sie über das Internet bestellen oder im Fachhandel erwerben. Die Brille sorgt dafür, dass Ihr Gehirn durch die Schaukelbewegungen nicht überfordert wird und so eine Seekrankheit entsteht.
  10. Wohlbefinden fördern: Generell gilt, je wohler Sie sich fühlen desto unanfälliger sind Sie für eine Seekrankheit. Schauen Sie, dass Ihnen immer warm und wohlig ist. Tragen Sie hierzu die passende Segelbekleidung. Vermeiden Sie ebenso Stress mit anderen Crewmitgliedern und genießen Sie den Törn.