Die schwimmende Kombüse:

Kochen an Bord

Kochen an Bord ist nicht nur überlebenswichtig, sondern auch eine tolle Beschäftigung mit der gesamten Crew. Dennoch gilt es beim Kochen an Bord auf einige Besonderheiten zu achten, derer sich so manch ein Neu-Segler meist gar nicht bewusst ist.

Kochen an Bord bedeutet: Einfache und haltbare Zutaten verwenden, die sättigen und schmecken.

Da die Kombüse eines Segelboots weder besonders groß noch sehr luxuriös ausgestattet ist, müssen die mitgeführten Lebensmittel gut auf den vorhandenen Platz und die Rahmenbedingungen abgestimmt sein. Auf dieser Seite erhalten Sie Informationen zur Kunst des Kochens auf See – so sind Sie für Ihren nächsten Törn perfekt vorbereitet und garantiert der Koch-König an Bord.

UKochen an Bord
Leckere Rezeptideen für Ihren Yachtcharter: Der Speise-Navigator 360

Rezeptideen für Ihren Yachtcharter

Benötigen Sie Inspiration für Rezepte, die sich zum Kochen an Bord eignen? Dann schauen Sie sich unser neues, kostenloses Segel-Kochbuch, den Speise-Navigator 360 an. Einfach auf das Bild klicken und schon können Sie zwischen 28 leckeren und leicht gemachen Rezepten auswählen.

Zusätzlich enthält unser Segel-Kochbuch wertvolle Informationen und praktische Tipps rund um das Kochen in einer Kombüse sowie Beispielkalkulationen zur Bedarfsermittlung und Einkaufslisten. Sie möchten den Speise-Navigator gerne ausgedruckt mit auf Ihren Törn nehmen? Kein Problem, es gibt auch eine Druckversion.

Wie auch immer, ein Segel-Kochbuch sollte unbedingt auf Ihrer Packliste stehen.

Wir wünschen Ihnen einen aufregenden und unvergesslichen Törn in Ihrem Wunschrevier - mit einer entspannten Crew, schönen, gemeinsamen Stunden auf dem Wasser und kulinarische Köstlichkeiten aus der eigenen Kombüse.

 

 

Geeignete Lebensmittel zum Kochen für den Segeltörn

Gerade für längere Törns müssen Sie sich mit besonders vielen Lebensmitteln eindecken, um unter Segel alle Mitglieder der Mannschaft satt zu bekommen. Um ausreichend Proviant zum Kochen an Bord zu haben, müssen Sie die Kombüse bis auf den letzten, freien Platz füllen. Am Anfang des Törns ist es eine echte Geduldsprobe, immer verschiedene Lebensmittel wegräumen zu müssen, um an ein bestimmtes Produkt zu gelangen. Mit der Zeit und meist schneller, als Sie vorher ahnten, leert sich die Vorratskammer jedoch wieder. Dennoch ist es ratsam, Lebensmittel die regelmäßig und öfters am Tag gebraucht werden, separat zu packen. Zu diesen gehören Tee, Kaffee, Brot, Gewürze, Aufstriche, Öl sowie Salz und Pfeffer. Weitere Tipps zur Planung des Proviants finden Sie in dem Blog "Die See kocht" von Cornelia Glenz.

Diese Anforderungen müssen Lebensmittel zum Kochen an Bord erfüllen

  • Leichte Zubereitung auch bei Seegang
  • Robustes Gemüse wie z.B. Kartoffeln, Möhren, Zwiebeln etc.
  • Konservenbüchsen für das schnelle Kochen an Bord (z.B. Suppe)
  • Reste lassen sich leicht aufbewahren
  • Nahrhaft und sättigend
  • Haltbare Gewürze wie Salz, Pfeffer, Knoblauch, Curry etc.

Die Bedingungen in der Kombüse

Wie oben schon kurz erwähnt sind die Bedingungen unter Deck nicht immer besonders luxuriös. Platz ist an Bord von Yachten Mangelware. Das gilt auch für die Kombüse, das kulinarische Zentrum des Boots. Den Komfort, den Sie zum Kochen von Ihrer Küche zu Hause gewohnt sind sollten Sie auf einem Segelboot nicht erwarten.

Der Kühlschrank ist wenig geräumig, sodass der Platz für verderbliche und kühlungsbedürftige Lebensmittel rar ist. Dies sollten Sie bei Ihrem Einkauf fürs Kochen an Bord unbedingt im Vorfeld beachten. Auch die Ausstattung der schwimmenden Küche ist nicht vergleichbar mit den heimischen Gegebenheiten. Viele Töpfe und Pfannen sowie Küchengeräte werden Sie wohl kaum vorfinden – hier gilt: Improvisation ist alles!


Dennoch sollten Sie bei einem Yachtcharter im Vorfeld genau checken, was an Ausstattung an Bord vorhanden ist. So können Sie notwendige Utensilien für Ihren Charter mitbringen. Kleine Helfer erleichtern Ihnen das Kochen an Bord ungemein. Zu diesen gehören beispielsweise Dosenöffner, Korkenzieher, Schneebesen sowie ein scharfes Küchenmesser. 

Auch lohnt sich die Anschaffung eines Schnellkochtopfs, dessen Deckel durch Unterdruck bombenfest sitzt – ein Vorteil bei turbulentem Seegang. Als Kochgelegenheit steht Ihnen auf einem Schiff meist ein zweiflammiger Kocher zur Verfügung.

Sehr gut ausgestattete Kombüsen kommen zusätzlich sogar mit einem Backofen daher. Dies ist aber leider äußerst selten der Fall und Sie müssen so während dem Segeltörn auf Ihre geliebte Tiefkühlpizza verzichten. Dennoch können Sie auch mit den gegebenen, spartanischen Zuständen ein leckeres und nahrhaftes Essen für die gesamte Crew zaubern. Kochen an Bord ist eine Herausforderung, an der jeder Segler jedoch wächst.

Ratsam ist auch die Aufstellung eines Menüplans für den gesamten Yachtcharter, sowie eine Aufteilung der Verantwortlichkeiten für den jeweiligen Tag. So wechseln sich alle Crewmitglieder beim Kochen an Bord ab und jeder ist einmal an der Reihe. Die Gruppe die an einem Tag nicht zum Kochen an Bord eingeteilt ist, übernimmt den Abwasch. So können auch die Kochmuffel auf See noch etwas für das weitere Leben lernen. 

Lagerungstipps auf dem Schiff

  • Lebensmittel, die Sie regelmäßig brauchen separat lagern
  • Vorräte sicher auf der Yacht verstauen, sodass Sie auch starkem Seegang trotzen
  • Schwere Sachen unten lagern, die leichten kommen nach Oben
  • Getränke in Plastikflaschen bevorzugen
  • Verderbliche Lebensmittel gehören in den Kühlschrank

Frische Zutaten besorgen – aber wie?!

Da Sie von zu Hause fast nur haltbare und robuste Zutaten zum Kochen an Bord eingepackt haben, bekommen Sie, vor allem bei längeren Segeltörns, oftmals Lust auf frische Zutaten. Doch woher beschaffen Sie frisches Obst, Fleisch und Co? Sind Sie der Idee gefolgt, mit der gesamten Crew einen Menüplan aufzustellen? Prima! Diesen können Sie perfekt auf Ihre Landgänge abstimmen und so für diese Tage Gerichte mit frischen Zutaten planen. Diese können Sie bequem auf dem Markt oder in einem Geschäft vor Ort kaufen – so Kochen Sie an Bord kulinarische Köstlichkeiten Ihres Segelreviers.