Behandlung und Tipps:

Mittel gegen Seekrankheit

Eine Seekrankheit kann jeden Segler ganz unverhofft treffen. Sie sind auf See unterwegs und möchten Ihren Segeltörn eigentlich nur genießen. Doch plötzlich kommt Sie – die Übelkeit. Gefolgt von schwitznassen Händen, Schwindel und Erbrechen. Doch keine Panik, dass bedeutet nicht gleich das Ende des Törns für Sie.

Starker Seegang auf dem Schiff – besonders in den Kabinen ist nun die Gefahr einer Seekrankheit groß.

Mit einer perfekten Vorbereitung und den richtigen Mitteln in der Bordapotheke können Sie eine Seekrankheit gut und schnell bekämpfen. Befolgen Sie darüber hinaus noch unsere Tipps, so hat die Seekrankheit nur schwer eine Chance.

Lesen Sie hier alles rund um die Reiseübelkeit auf dem Wasser und die besonderen Vorkehrungen zum Schutz und Vorbeugung.

Mittel gegen die Seekrankheit

Mittel zur Vorbeugung gegen Seekrankheit

Zunächst sollten Sie am Abreisetag sowie einen Tag vor Beginn des Törns auf übermäßigen Nikotinkonsum und Alkohol verzichten. Sind Sie Raucher, dann empfiehlt es sich das Rauchen einzuschränken. So haben Sie die Weichen perfekt gelegt, um nicht so schnell seekrank zu werden. Weiterhin hilfreiche Mittel sind eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, genügend Schlaf, warme Segelbekleidung und gute soziale Kontakte auf dem Wasser. 

Arzneien gegen die Seekrankheit

Bestücken Sie für einen Segeltörn die Bordapotheke immer mit passenden Medikamenten gegen Seekrankheit. Bewährte Mittel finden Sie als Kaugummi, in Tablettenform, als Pflaster oder Tropfen. Je nach dem Schweregrad der zu behandelnden Seekrankheit sollten Sie für jeden Bedarf das passende Mittel mitführen.

Eine leichte Seekrankheit können Sie mit handelsüblichen Reisetabletten oder Kaugummis bekämpfen. Als Kaugummi hat sich Super-Pep forte bewährt. Die Wirkung tritt innerhalb weniger Minuten ein. Dieses Mittel lässt sich leicht in der Jackentasche mitführen und ist im Bedarfsfall schnell zur Hand. Leiden Sie erwiesenermaßen regelmäßig unter einer Seekrankheit, dann eignen sich spezielle Pflaster für Ihre Behandlung.

Dieses kleben Sie für etwa drei Tage dauerhaft auf Ihre Haut. Hierbei wird der Wirkstoff Scopolamin abgegeben, der Übelkeit und Erbrechen verhindert. Sie sollten jedoch beachten, dass Sie durch die Einnahme dieses Medikaments nicht fahrtauglich sind. Auch sollte die Benutzung dieses Pflasters immer mit Ihrem Arzt abgeklärt werden.

Ebenso eignen sich hier Mittel wie Antihistaminika, die das überschüssige Histamin bekämpfen. Bei äußerst schweren Fällen sollten MCP-Tropfen in keiner Bordapotheke fehlen. Achten Sie stets darauf, dass Sie das seekranke Crewmitglied niemals alleine an Bord lassen – die Selbstmordgefahr ist bei Seekranken besonders hoch.

Hausmittel gegen die Seekrankheit

Mittel gegen die Seekrankheit

Homöopathische Mittel und altbewährte Hausmittel können bei einer leichten Form der Seekrankheit bereits Abhilfe schaffen. Eine wahre Wunderwaffe dabei ist Ingwer. Ob als Tabletten, Kapseln, Tropfen, Pulver oder in der reinen Form – Ingwer hilft schnell und zuverlässig gegen Übelkeit. Zur Vorbeugung empfiehlt sich auch vor dem Start des Törns ein Stückchen frischen Ingwer zu zerkauen. Achten Sie jedoch darauf, dass dieser sehr scharf ist und einen nervösen Magen unnötig reizen kann.

Ebenso eignet sich Vitamin C zur Linderung der Seekrankheit. Eine gesunde Ernährung ist an Bord ist wichtig, zudem hilft diese auch bei der Bekämpfung von Übelkeit. Vitamin C baut die überschüssigen Histamine ab und wirkt so ähnlich wie Antihistaminika. Verspüren Sie bereits leichtes Unwohlsein, dann greifen Sie zu frischem Obst, Säften oder anderen Vitamin-C-reichen Lebensmitteln. Sind Sie der Homöopathie zugeneigt, dann können Sie auch spezielle Globulis zur Bekämpfung der Reisekrankheit verwenden. Hierzu eignen sich Mittel wie Cocculus, Capsicum und Glonoinum.

Sonstige gute Tipps gegen die Seekrankheit

Ein besonders nützlicher Tipp gegen Unwohlsein auf See ist das Fixieren des Horizonts. Doch was machen Sie unter Deck, wenn Sie nur Wände um sich herum haben und keinen Horizont, den Sie fixieren können? Hierzu wurde ein nützliches Gadget für Segler entwickelt, dass Ihnen einen turbulenten Seegang erträglicher machen soll: Eine Brille mit künstlichem Horizont. Zwar gewinnen Sie mit dieser Brille keinen Schönheitspreis, jedoch wirkt diese nachweislich gegen Übelkeit und Erbrechen – ein gutes Mittel gegen die Seekrankheit und definitiv einen Versuch wert.