Einmastige Yacht mit zwei Hauptsegeln:

Die Slup

Als Slup wurden früher meist kleine Boote bezeichnet. Heute ist mit dem Ausdruck jedoch auch die Art der Takelung gemeint. Als Slups gelten einmastige Segelyachten mit zwei Hauptsegeln. Dank der Takelung ist sie ein äußerst beliebtes sowie praktisches Freizeit-Segelboot.

Die größte Slup der Welt ist 91,44 m hoch und 75,20 m lang.

Die gängigste Takelung ist das Hochsegel. Mit einem hochgetakelten Bermudasegel können Sie mit einer Slup noch höher am Wind fahren, was für viele Segler einen zusätzlichen Anreiz bietet. Bermudariggs haben sich mittlerweile als Standard an vielen Slups durchgesetzt. 

Slup in Küstennähe

Was ist eine Slup?

Die Slup ist ein einmastiges Segelboot und ähnelt damit dem Daysailer. Es besitzt zwei Hauptsegel, nämlich ein Groß- und ein Vorsegel. Wegen ihrer Bauart ist sie ein äußerst gebräuchlicher Typ einer beliebten Freizeit- und Segelyacht. Ihr Unterschied zu einer klassischen Segelyacht liegt in der Hochtakelung. Die genaue Anordnung der Segel ist bei einer Slup vielseitig möglich.

Meist wird das Großsegel als Hochsegel geführt, sodass das Vorsegel die gesamte Höhe des Masts ausnutzen kann. Ebenso ist es jedoch möglich, dass das Vorsegel erst etwas unterhalb der Mastspitze ansetzt. Das Großsegel wird auch als Schratsegel bezeichnet.

Ein Schratsegel wird in Ruhestellung in Richtung der Längsachse der Segelyacht gesetzt. Daher spricht der Kenner hier von einer schratgetakelten Yacht. Diese Segel sind meist dreieckig und recht einfach zu bedienen. So können auch Anfänger gut über das Wasser segeln.

Besonderheiten der Slup

Bei der Slup gilt der Grundsatz Klein aber fein. Der Bootstyp zählt zu den gängigsten und beliebtesten bei Anfängern und Kurzstreckenseglern. Welche Besonderheiten diese Boote aufweisen und was Sie über ihre Sicherheit und ihr Verhalten auf dem Wasser wissen müssen, erfahren Sie hier.

Sicherheit auf dem Wasser

Die Slup ist ein seetüchtiges Boot, das schon im 18. Jahrhundert für die Fischerei eingesetzt wurde. Sie ist ein kleines aber stabiles Boot mit standardmäßiger Sicherheitsausrüstung. Viele Modelle sind jedoch mit einem besonders hohen Mast ausgestattet, der die Einfahrt in Häfen erschwert. Sollten Sie eine solches Segelboot chartern oder kaufen, so achten Sie unbedingt auf die Masthöhe. Wenn Sie einen Hafen anlaufen, sollten Sie immer prüfen, ob dieser die Durchfahrt zulässt. Andernfalls kann der Mast der Slup das Boot kentern und stellt eine Gefahrenquelle für Sie dar.

Verhalten auf dem Wasser

Durch ihr geringes Gewicht und ihre Größe liegt die Slup leicht im Wasser und sorgt für ein schnelles und sportlichesSegelerlebnis. Die Stellung zum Wind wird dabei mittels Schot, einer Leine zum bedienen des Segels, eingestellt. Hieraus lässt sich auch der bekannte Spruch „Mast- und Schotbruch“, als Segensbekundung, ableiten. Mit der Schot lässt sich das Segel leicht einstellen – die Navigation der Slup gestaltet sich als sehr einfach.

Spezieller Ausbau

Eine Slup ist ein kleines Boot von etwa 10 bis 17 Metern Länge. Sie ist mit einem breiten Rumpf und einem hohen Kiel ausgestattet. Obwohl der Bootstyp für gewöhnlich eine relativ große Seitenhöhe aufweist, bietet er unter Deck nur wenig Platz für eine Crew. Charakteristisch ist ihr hoher Mast und die spezielle Takelung: Die Sluptakelung besteht aus einem Großsegel und einem Vorsegel. Als Vorsegel wird bei modernen Booten meist das Bermudariggverwendet. Neben diesem Hochsegel kann aber auch ein Spinnaker gesetzt werden, welches eine noch größere Segelfläche bietet.

Für welchen Segler eignet sich eine Slup?

Die Slup ist ein Segelboot, das für seine simple Handhabung und Navigation bekannt ist. Die leichte Steuerung des Schratsegels ist hierbei ein positiver Faktor. Mit der Charter einer Slup machen Anfänger nicht viel verkehrt. Das Segeln mit diesem Boots-Typen ist denkbar einfach und sorgt dafür, dass Sie nicht schon nach dem ersten Törn frustriert das Handtuch werfen. Durch Ihre Geschwindigkeit auf dem Wasser eignet sich diese Art Segelboot zudem für sportliches Segeln und bereitet großen Fahrspaß. Auch die geringen Anschaffungskosten machen die Slup zu einem idealen Einsteigerboot für angehende Segler. Im Gegensatz zu traditionsreichen Booten, wie der Ketsch oder der Yawl, sind die Kosten dieses Bootstyps moderat.

Für welche Segelreviere eignet sich eine Slup?

Das perfekte Revier dieses Boots-Typen liegt meist in Binnen- oder Küstennähe. Dennoch binden Sie sich mit der Wahl dieses Bootes nicht ausschließlich an diese Gebiete. Durch die vielen Möglichkeiten der Takelung kann sich eine Slup an viele Reviere anpassen.

Sind Sie gerne in den Segelrevieren der Nord- und Ostsee unterwegs, so ist dieses Segelboot Ihr idealer Begleiter. Dort werden Sie auch viele Fischerboot-Slups sehen, die perfekt zu den dort vorherrschenden Bedingungen passen.

Die Vor- und Nachteile von einer Slup

Vorteile Nachteile
Freie Wahl der geführten Segel Hohe Masten, daher Probleme mit manchen Brücken
Leichte Steuerung des Schratsegels, ideal für Anfänger Höherer Kraftaufwand am Segel
Höhere Kurse am Wind möglich Schlechtere Vorwindeigenschaften
Mit Bermudasegel möglich, noch höher am Wind zu segeln (Relative) Begrenzung auf Binnen- und Küstennähe
Geringe Kosten durch nur einen Mast  
Weniger Arbeit durch wenige Segel  

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