Vorsorge im Todesfall

Risikolebensversicherung für Segler: Schutz für Ihre Angehörigen

Wenn Sie regelmäßig segeln, ist es sinnvoll, eine Risikolebensversicherung abzuschließen. Sollte es während des Segeltörns zu einem Todesfall kommen, sind die Hinterbliebenen des Versicherungsnehmers durch die Versicherung finanziell abgesichert.

Das Segeln ist für den Skipper und seine Crew immer mit einem gewissen Risiko verbunden, da Unfälle schnell und unvorhersehbar passieren können. Im schlimmsten Fall kann ein solches Ereignis für den Segler tödlich enden. Vor allem für die Angehörigen eine schwierige und belastende Situation. Deswegen sollten Sie einen Segeltörn nicht auf die leichte Schulter nehmen und die nötigen Vorkehrungen für den Ernstfall treffen. Hierzu empfiehlt sich sowohl als Bootseigner als auch als Charterer der Abschluss einer Risikolebensversicherung, um Ihre Angehörigen finanziell abzusichern.

Was ist eine Risikolebensversicherung?

Verunglücken Sie als Segler bei einem Törn tödlich, hat das für Ihre Hinterbliebenen in der Regel verheerende Folgen. Rein emotional ist der Tod eines Familienmitglieds schwer zu verkraften, doch darüber hinaus entsteht auch eine Versorgungslücke. Wenn das Einkommen der verunglückten Person entfällt, ist die finanzielle Versorgung der Familie meist ein großes Problem.

In diesem Fall kann eine Risikolebensversicherung Abhilfe schaffen. Wenn der Versicherungsnehmer stirbt, wird die vereinbarte Versicherungssumme an die Angehörigen ausgezahlt. Durch die Kapitalzahlung wird sichergestellt, dass keine Engpässe entstehen und die Familie sich trotz des fehlenden Einkommens weiter finanzieren kann. Die Risikolebensversicherung ist eine sinnvolle Segelversicherung für alle Segler, die ihre Angehörigen im Ernstfall finanziell absichern möchten.

Risikolebensversicherung: Rettungsboot auf See

Sind die Leistungen der Risikolebensversicherung durch die normale Lebensversicherung abgedeckt?

In der Regel ist die Risikolebensversicherung nicht durch eine normale Lebensversicherung abgedeckt, da sich die beiden Policen grundlegend unterscheiden. Eine normale bzw. kapitalbildende Lebensversicherung sichert Sie auch gegen Todesfälle ab. Sie ist aber vor allem die Möglichkeit, Geld anzusparen (vergleichbar mit einer privaten Altersvorsorge), das im Todesfall an die Angehörigen ausgezahlt werden kann. Die vereinbarte Summe kann unter Umständen auch bereits zu Lebzeiten ausgezahlt werden. Im Gegensatz dazu steht die Risikolebensversicherung, bei der Sie als Versicherungsnehmer kein Geld ansparen. Die vereinbarte Versicherungssumme wird erst im Todesfall ausgezahlt.

Welche Leistungen bietet die Risikolebensversicherung?

Welche Leistungen eine Risikolebensversicherung beinhaltet, kann von Anbieter zu Anbieter variieren. Die meisten Versicherer bieten verschiedene Tarife an, die sich in ihrer Prämie und im Versicherungsumfang unterscheiden – zum Beispiel Basis, Plus und Premium. Auf diese Weise können Sie selbst entscheiden, welche Leistungen im Versicherungsumfang mitinbegriffen sein sollten. Plus- oder Premium-Tarife sichern in der Regel nicht nur den Todesfall, sondern auch Fälle schwerer Krankheit.

Informieren Sie sich im Voraus sorgfältig über verschiedene Anbieter und deren Leistungen. Auf diese Weise finden Sie am einfachsten einen Versicherer, der zu Ihren Vorstellungen und Wünschen passt.

Wann sollte die Versicherung am besten abgeschlossen werden?

Da es sich bei der Risikolebensversicherung um eine wichtige Police für Bootseigner und Charterer handelt, sollten Sie diese so früh wie möglich vor Antritt Ihres Segeltörns abschließen. Auch wenn Schicksalsschläge immer unerwartet eintreten, können Sie durch den Abschluss einer Lebensversicherung vorsorglich den nötigen Schutz für Ihre Familie sicherstellen. Planen Sie deswegen genügend Zeit ein, um sich ausgiebig zu informieren und den richtigen Tarif zu wählen. Bevor Sie eine Risikolebensversicherung abschließen können, muss zudem in einigen Fällen eine Gesundheitsprüfung durchgeführt werden.

Beachten Sie außerdem die Wartezeiten, die bis zum Eintritt des Versicherungsschutzes auftreten können. Ihr Antrag muss zunächst eingehend geprüft und bearbeitet werden, bis Ihnen die Versicherungsbestätigung ausgestellt werden kann.

Was muss beim Vertragsabschluss beachtet werden?

Beim Abschluss einer Risikolebensversicherung ist es unverzichtbar, dass Sie die Versicherungsbedingungen und sämtliche Regelungen im Vertrag genau prüfen. So stellen Sie sicher, dass die Versicherung im Ernstfall so greift, wie Sie es sich vorstellen. Lesen Sie dazu unbedingt auch das Kleingedruckte, damit Sie über alle Details Bescheid wissen. Dabei sollten Sie vor allem die folgenden Begriffe kennen:

 

  • Vorgezogene Todesfall-Leistung: Wenn der Versicherungsnehmer schwer erkrankt ist und nur noch wenige Monate zu leben hat, wird die Versicherungssumme auch vor dem Tod schon zu Teilen ausgezahlt.
  • Nachversicherungsgarantie: Einige Tarife sehen es vor, dass die Versicherungssumme nach einiger Zeit ohne Gesundheitsprüfung erhöht werden kann. Dies erfolgt in der Regel aber nur unter bestimmten Bedingungen, wie zum Beispiel bei der Geburt eines Kindes. Die Höhe der Nachversicherung ist jedoch begrenzt.
  • Verlängerungsrecht: Beinhaltet Ihre Risikolebensversicherung eine Verlängerungsoption, kann der Vertrag ohne eine erneute Gesundheitsprüfung verlängert werden.
Risikolebensversicherung: Segler auf dem Törn

Mit welchen Kosten ist zu rechnen?

Die Kosten für eine Risikolebensversicherung unterscheiden sich je nach Anbieter und Versicherungsumfang. Zunächst einmal ist es maßgeblich für die Versicherungsprämie, für welche Art von Tarif Sie sich entscheiden. Während ein Basis-Tarif weniger Leistungen enthält und somit günstiger ist, hat ein Premium-Tarif mit mehr Leistungen auch eine höhere Prämie. Neben der Festlegung Ihres Bedarfs, also der Versicherungssumme und der Dauer, müssen Sie meist auch detaillierte Angaben zu Ihrer Lebenssituation machen und Gesundheitsfragen beantworten. Wenn Sie wissen möchten, welche Kosten beim Abschluss einer Risikolebensversicherung auf Sie zukommen könnten, lohnt sich ein umfassender Anbietervergleich. Die meisten Versicherer bieten Ihnen zudem die Möglichkeit, die Kosten für Ihre gewünschte Police online zu berechnen.

Was ist im Versicherungsfall zu tun?

Im Todesfall ist es wichtig, dass die Versicherung umgehend darüber informiert wird. Dabei müssen außerdem einige Unterlagen eingereicht werden, um die Leistungsansprüche zu klären, unter anderem:

  • Der Versicherungsschein
  • Eine Sterbeurkunde
  • Ein ärztliches Zeugnis über Todesursache sowie, im Falle einer vorher bekannten Erkrankung, der Beginn und Verlauf der jeweiligen Krankheit.

Es ist daher wichtig, dass Ihre Angehörigen wissen, wo Ihre Versicherungsunterlagen aufbewahrt sind.

Bei einer vorgezogenen Versicherungsleistung ist das Vorgehen ähnlich: Auch hier ist ein Versicherungsschein und ein ärztliches Zeugnis der Krankheit erforderlich.

Darüber hinaus gilt grundsätzlich, dass die Risikolebensversicherung weitere Nachweise anordnen kann, um die Leistungspflicht eindeutig zu klären. Deswegen gehört es zu Ihren Obliegenheiten als Versicherungsnehmer, dass Sie diesen Forderungen nachkommen und mit dem Versicherungsgeber kooperieren.

Nur so kann die Versicherung Ihnen oder Ihren Hinterbliebenen im Schadensfall helfen.

Das Team von segeln360.de wünscht einen allzeit sicheren Segeltörn und viel Spaß beim Auswählen Ihrer neuen Risikolebensversicherung.

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