Heute sehr schwer zu finden:

Die Yawl

Die Yawl ist genauso wie die Ketsch ein “Anderhalbmaster”. Jedoch ist sie auf den Weltmeeren eher selten geworden. Möchten Sie mehr über dieses Segelboot mit Geschichte erfahren, so haben wir Ihnen auf dieser Seite die wichtigsten Facts dieses Boots zusammengestellt.

Heutzutage seltenes Segelboot, welches besonders bei Weltumseglern äußerst beliebt war.

Yawlgetakelte Segelboote waren früher besonders in der Fischerei beliebt. Ebenso waren diese als kleinere Küstenfrachtsegler in Verwendung. Heutzutage finden Sie Yawls noch bei einigen wenigen Charterpartnern im Angebot. Sollten Sie in den Genuss kommen, dieses kultige Segelboot steuern zu dürfen, so ist der Spaßfaktor garantiert hoch.

Yawl

Was ist eine Yawl?

Die Yawl ist ein Segelboot mit zwei Masten. Der vordere Mast nennt sich Großmast, der hintere Mast Besanmast. Vom Aufbau ähnelt die Yawl stark der Ketsch. Der bauliche Unterschied besteht darin, dass der Besanmast bei Yawls nicht innerhalb, sondern außerhalb der Wasserlinie liegt. Der Besanmast wird von Seglern oft auch Treibermast genannt. Außerdem ist auffällig, dass der Besanmast bei der Yawl deutlich kürzer ist. Die Größe beträgt meist nicht viel mehr als die halbe Länge des Großmasts. Aufgrund der geringen Größe steht der Besanmast der Yawl sehr weit hinten. Hierdurch entsteht mehr Raum für die Vorsegel. Die Großsegel dieses Segelboots können topp-, 7/8- oder kuttergetakelt sein. 

Durch diese Takelung ist die Linienführung der Yawl sehr elegant und markant. Auch die Aufgabe des Besanmasts ist bei diesem Segelboot eine andere. Er dient nicht dem Vortrieb, wie bei der Ketsch, sondern bestimmt den Segelschwerpunkt. Das Großsegel kann eine vergleichsweise große Fläche haben, wie das Großsegel einer Slup. Heutzutage ist die Yawl jedoch sehr selten geworden und nicht mehr allzu oft auf dem Wasser zu finden. Früher war dieser Segelboot-Typ ein beliebter in der Fischerei und bei Weltumseglern. Besonders beliebt war hierbei die Eigenschaft, dass eine Yawl auch bei Windabweichungen nicht vom Kompasskurs abwich. Jedoch ist diese Eigenschaft heutzutage, aufgrund der neuen technischen Ausstattungen auf Segelbooten, nicht mehr zwingend notwendig.

Tipp: Da diese Yachttakelung heutzutage nicht mehr für neue Yachten verwendet wird, sind yawlgetakelte Boote eher selten zu finden. Haben Sie das Glück mit einer Yawl segeln zu dürfen, dann können Sie sich auf eine traditionsreiche und altbewährte Yacht freuen. Der Verbreitungsschwerpunkt war Mitte der 30er Jahre auf größeren Sportyachten, die mit kleinen Hilfsmotoren, oder ohne Motor, ausgestattet waren.

Auf See: Yawl

Für welchen Segler eignet sich eine Yawl?

Die Yawl eignet sich für Sportsegler oder Langstreckensegler, die Wert auf ein traditionsreiches und eher altmodisches Boot legen. Die Blütezeit von Yawls waren die 30er Jahre. Die Verbreitung war vorwiegend in Nordeuropa. Heute wird dieses Modell jedoch kaum noch gebaut, da die Technik heute viele der positiven Segeleigenschaften dieses Bootstyps übernimmt.

Yawls eignen sich besonders gut für Törns in schwierigen Seegebieten. Hierzu zähle enge Fahrwasser sowie Untiefen des Wassers. Sind Sie oft in einem solchen Revier unterwegs, so lohnt es sich Ausschau nach diesem tollen Segelboot zu halten. Vielleicht bestreiten Sie Ihren nächsten Segeltörn dann in einer Yawl.

Die Vor- und Nachteile von einer Yawl

Vorteile Nachteile
Fährt stets im Kurs, auch bei kleinen Windabweichungen (Kursstabil) Heute eher selten zu findendes Segelboot
Höhere Rumpfgeschwindigkeit Teurer in der Anschaffung wegen zwei Masten
Sehr sportliches Segelboot Altmodisches Segelboot
Für Fahrten in Untiefen und engen Fahrwassern geeignet