Absicherung bei Ausfall von Skipper oder Crewmitgliedern

Charter-Rücktritt-Versicherung

Das Reiseziel ist ausgesucht, die Crew zusammengestellt und die Charteryacht gebucht – jetzt kann eigentlich nichts mehr schief gehen, oder? Leider schon! Zwischen Buchung und Antritt des Segeltörns liegt meistens eine gewisse Zeit in der noch so einiges schieflaufen kann.

Was passiert zum Beispiel, wenn der Skipper zwei Wochen vor dem Törn einen Unfall hat und die Reise nicht antreten kann? Sie finden vielleicht keinen geeigneten Ersatz und schon fällt der Urlaub für die gesamte Crew ins Wasser und auf den Kosten bleiben Sie auch noch sitzen. Um auf solche Eventualitäten vorbereitet zu sein, lohnt es sich eine Charter-Rücktritt-Versicherung abzuschließen. Diese Versicherung deckt nämlich die Kosten ab, die beim Ausfall oder Abbruch eines Segeltörns entstehen, und begrenzt damit Ihren finanziellen Schaden.

Die Charter-Rücktritt-Versicherung ist für einen Segelyacht Charter besonders empfehlenswert!

Das Besondere an dieser Reiserücktrittsversicherung für Segler ist, dass sie auch greift, wenn Sie keinen Skipper-Ersatz finden, da das bei den meisten Törns dem Totalausfall gleichkommt. Auf der folgenden Seite erfahren Sie daher nicht nur, was die Charter-Rücktritt-Versicherung alles absichert, sondern auch, wann und wie Sie sich am besten versichern.

Unterzeichnen: Charter-Rücktritt-Versicherung

Wann ist eine Charter-Rücktritt-Versicherung sinnvoll?

Da die Charter-Rücktritt-Versicherung nicht nur den Skipper, sondern die ganze Crew versichert, ist es sehr sinnvoll diese im Vorfeld eines Segeltörns abzuschließen. Es kann immer zu dem unvorhersehbaren Fall kommen, dass ein Crewmitglied oder der Skipper schwer erkrankt und infolge dessen nicht mehr an der Reise teilnehmen kann.

Damit der Rest der Crew keine Extra-Kosten tragen muss, bietet es sich an, alle mit zu versichern. Die Kosten für einen ausgefallenen Segeltörn im Ausland können schnell mehrere Tausend Euro pro Person bedeuten, was für alle Mitglieder eine finanzielle Mehrbelastung darstellt. Daher empfehlen wir von segeln360.de jedem Segler sich mit seiner Crew zusammen zu setzen und sich mit den Vorteilen einer solchen Rücktrittsversicherung zu beschäftigen. 

Mit welchen Kosten müssen Sie rechnen?

Eine Pauschal-Antwort auf den Preis einer Charter-Rücktritt-Versicherung können wir Ihnen nicht geben, denn so unterschiedlich wie die Kosten für Ihren Törn ausfallen können, fallen auch die Versicherungskosten aus. Ihre Versicherungs-Prämie ist also abhängig davon wie hoch Ihr Reisecharterpreis ist. Häufig bieten die Versicherer Staffelungen in 500- oder 1000-Euro-Schritten an, die dann die Höhe der Prämie festlegen.

Neben der generellen Prämie kommt bei einem Schadensfall noch eine prozentual festgelegte Selbstbeteiligung auf Sie zu. Wichtig ist, dass Sie immer den vollen Gesamtpreis der Reise angeben, sollten Sie das versäumen und Ihre Reise mehr kosten als im Vorfeld gesagt wurde, greift nämlich Ihre Versicherung nicht mehr. 

Was sichert die Charter-Rücktritt-Versicherung genau ab?

Es gibt verschiedene Gründe, weswegen ein Törn nicht stattfinden kann oder vor geplantem Ende abgebrochen werden muss. Viele dieser Gründe können Sie mit einer Charter-Rücktritt-Versicherung abdecken, trotzdem gibt es einige Ausnahmen, die Sie beachten müssen. Welche Fälle die Rücktrittsversicherung genau absichert und welche finanziellen Leistungen sie dem Versicherten bietet, erfahren Sie bei uns!

Die Charter-Rücktritt-Versicherung gilt weltweit für die Zeit vor und während des Törns. Sie greift immer dann, wenn eine der versicherten Personen infolge einer schweren Erkrankung, eines Unfalls, einer Schwangerschaft, einer Impfunverträglichkeit, einer unvorhersehbaren Arbeitslosigkeit oder eines Todesfalls nicht mehr am Segeltörn teilnehmen kann. Außerdem wird sie aktiv, wenn einer dieser Gründe auf einen nahen Verwandten eines Versicherten zutrifft oder, wenn die versicherte Person gemeinsam mit einer zweiten Person gebucht hat, die aus den oben genannten Gründen nicht mehr mitsegeln kann.  

Die Versicherung zahlt jedoch nicht, wenn ein Törn infolge von beruflichen Verhinderung, vorhersehbaren bzw. grob fahrlässigen herbeigeführten Krankheiten, Krieg oder Streik abgesagt wird. In diesen Fällen, werden Sie selbst zur Kasse gebeten.  

Die Hauptleistung der Charter-Rücktritt-Versicherung ist das Erstatten von Stornokosten, jedoch wird ein signifikanter Unterschied zwischen Skipper und Crewmitgliedern gemacht. Sollte nämlich einer der Ausfall-Gründe auf den Skipper zutreffen, sodass der Törn abgesagt werden muss, bezahlt die Versicherung alle anfallenden Stornokosten sowohl für den Skipper, als auch für die Crew. Sollte ein Crewmitglied ausfallen, werden nur die anteiligen Törn-Kosten für das Mitglied übernommen, sodass keine Zusatzkosten auf den Rest der Crew zukommen. Bei Abbruch des Törns ohne Weitervercharterung, erstattet der Versicherer allen Versicherten außerdem die neu entstandenen Rückreisekosten.  

Wann und wie schließen Sie Ihre Versicherung am besten ab?

Viele Anbieter von Charter-Rücktritt-Versicherungen haben eine Mindestvorlaufzeit für den Abschluss des Vertrags vor einem Törn. Deswegen sollten Sie sich unbedingt schon vor der Buchung Ihres Urlaubs mit den Versicherungsmöglichkeiten auseinandersetzen. Meistens wollen die Versicherer, dass Sie spätestens zwei Wochen nach der Buchung Ihre Versicherung abschließen, damit diese wirksam ist. Bei kurzfristigen Reisen, muss die Versicherung sogar bereits am Tag nach der Buchung vertraglich festgehalten werden.

Beim Abschluss der Versicherung müssen Sie verschiedene Angaben machen um vollständig abgesichert zu sein. Zum einen müssen Sie die Gesamtkosten des Törns angeben, das beinhaltet sowohl die Chartergebühren als auch die Anreisekosten und etwaige Zusatzleistungen. Dieser voll ausgeschriebene Reisepreis fungiert als Vorgabe der Versicherungssumme, für die Ihre Charter-Rücktritt-Versicherung haftet. Zum anderen müssen Sie alle Crewmitglieder eintragen und den Beginn und das Ende der Reise festlegen.

Achten Sie beim Vergleich der verschiedenen Anbieter besonders auf die Höher der Selbstbeteiligung und der möglichen Gründe für den Ausfall. Bei manchen Anbietern ist beispielsweise unvorhersehbare Arbeitslosigkeit nicht an einen legitimen Versicherungsanspruch gekoppelt. Nehmen Sie sich also im Vorfeld genug Zeit um die sinnvollste Charter-Rücktritt-Versicherung für Ihre Ansprüche zu finden. 

Die richtige Vorgehensweise im Schadensfall

Sollte im Vorfeld eines Segeltörns klar werden, dass dieser nicht stattfinden kann, müssen Sie umgehend Ihren Charterpartner informieren und die Buchung stornieren. Außerdem sollten Sie direkt Ihrem Versicherungs-Anbieter Bescheid geben und die nötigen Unterlagen wie Stornobelege für Törn und Flug einreichen. Falls Sie aus medizinischen Gründen nicht an der Segelreise teilnehmen können, müssen Sie Ihrer Versicherungs-Firma auch noch Ihr ärztliches Attest zukommen lassen um Ihren Versicherungsanspruch zu beweisen. 

Weitere interessante Themen