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Segeln rund um die Balearen

Die Balearen sind vielleicht die attraktivsten, ganz gewiss aber die populärsten Segelreviere im Mittelmeerraum mit zahlreichen Yachtchartern. Zu den Balearen zählen insbesondere die auch unter Touristen beliebten Ferieninseln Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera. Insgesamt zählen rund 150 weitere, deutlich kleinere und zudem unbewohnte Inseln zur Inselgruppe der Balearen. 

Die Balearen bestehen nicht nur aus Mallorca und Ibiza – rund 150 Inseln bilden die Inselgruppe!

Die landschaftliche Vielfalt sowie malerische sorgen für unvergessliche Momente und locken Jahr für Jahr zahlreiche Segler in den Süden Europas. Ein weiterer Grund dafür sind die modernen Häfen, auch Marinas genannt, die das Resultat einer dem Massentourismus entsprechenden Infrastruktur sind. Darüber hinaus gilt das Gebiet als besonders gut geeignet für Einsteiger, wozu die moderaten Winde ebenso beitragen wie die recht einfache Navigation.

Nichtsdestotrotz zählt eine genaue Planung zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren eines gelungenen Segeltörns. Informieren Sie sich daher über die Gegebenheiten der Balearen und genießen Sie Ihren Törn in einem der schönsten Segelreviere!

Segeln Balearen: Panorama

Alle Informationen zum Segeln rund um die Balearen

Geographie Neben den vier Hauptinseln Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera zählen 146 weitere, jedoch wesentliche kleinere und unbewohnte Inseln zu den Balearen. Vor rund 100 Millionen Jahren entstanden diese im Zuge der Alpidischen Gebirgsbildung. Aus geologischer Sicht sind die Inseln die Fortsetzung des andalusischen Felsengebirges, das sich von Gibraltar bis über die Sierra Nevada erstreckt. Ein tiefer Meeresgraben (rund 1.500 Meter) trennt die Balearen vom Festland, welches zwischen 90 und 200 Kilometer entfernt liegt. Die Küstenlänge beträgt zum Mittelmeer rund 1.200 Kilometer, wovon etwa 550 Kilometer auf Mallorca entfallen. Diese ist mit 3.600 Quadratkilometern auch die größte Insel und stellt mit Palma de Mallorca die Hauptstadt der Balearen, die eine Gesamtfläche von fast 5.000 Quadratkilometern aufweisen.
Hauptsaison Auf den Balearen sind die Monate von April bis Oktober ideal zum Segeln. In der Vor- und Nachsaison (April bis Mitte Mai und Ende September bis Ende Oktober) sind die Preise rund ums Segeln zudem teilweise erheblich günstiger als in der Hauptsaison im Juli und August. Die Monate mit den angenehmsten Temperaturen sind erfahrungsgemäß dagegen der Juni und September. Entspanntes Segeln ist in dieser Zeit so gut wie gewiss.
Klima Auf den Balearen herrscht ein typisch mediterranes Klima, welches durch heiße Sommer und vergleichsweise milde, regenreiche Winter gekennzeichnet ist. Im Sommer sind die Azorenhochs wetterbestimmend, während es im Herbst und Winter durch die Westwinde zu erheblichen Niederschlägen kommen kann, die das Segeln erheblich beeinflussen können. Die durchschnittlichen Höchsttemperaturen erreichen ihre Maxima mit rund 28 Grad in den Sommermonaten Juli und August. Dann erreichen auch die Wassertemperaturen ihren Höchststand. Von Dezember bis Februar ist es dagegen am kältesten. Die durchschnittlichen Höchsttemperaturen erreichen dann nur noch rund 14 bis 15 Grad. Die niederschlagsreichste Zeit ist Ende Herbst.
Wind & Wasser In den Sommermonaten sind der Schirokko und der Levante die vorherrschenden Winde auf den Balearen. Stellenweise können diese die Stärke von Brisen erreichen. Im Frühling ist dagegen überwiegend mit dem Ponente und dem Mit-Jorn zu rechnen (ein Wind aus südlicher Richtung). Warme und örtlich begrenzte Winde bilden sich in den Buchten von Palma, Pollensa und von Alcudia. Sie entfalten ihre größte Stärke zwischen 14 und 15 Uhr und schlafen anschließend wieder ein. Die Monate März, September und Oktober sind insgesamt die windreichsten und ermöglichen angenehmes Segeln. Zu Beginn des Herbstes zählen der Libeccio sowie der Ponente zu den vorherrschenden Winden. Der Mistral wird zudem häufig von Stürmen gefolgt. Die Winde auf Ibiza und Formentera sind etwas schwächer als auf den anderen Inseln der Balearen. Bei dem Wetterphänomen Rissaga handelt sich um plötzlich auftretende Änderungen des Wasserstandes, die in bestimmten Häfen und Buchten verheerende Auswirkungen bei den Schiffen haben können.
Währung Die Landeswährung auf den Balearen entspricht der spanischen Währung, welche der Euro ist.
Sprache Spanisch (insbesondere auf Mallorca auch Deutsch und Englisch)
Anreise Am einfachsten und schnellsten mit dem Flugzeug nach Palma de Mallorca, Ibiza oder Menorca. Von Frankfurt/Main fliegen Sie knapp über zwei Stunden. Vor Ort angekommen, gelangen Sie per Taxi oder Bus an die Küsten. Alternativ können Sie auch mit der Fähre von Barcelona anreisen.
Ortszeit Mitteleuropäische Zeit (MEZ) mit europäischer Sommerzeit
Einreise Gültiger Personalausweis oder Reisepass
Notfall Im Notfall können Sie mit der Nummer 112 den Notfalldienst der Balearen kontaktieren. Dort werden zunächst alle Anrufe koordiniert und je nach Anliegen an Krankenwagen, Feuerwehr usw. weiter geleitet. Apotheken heißen Farmacias und sind einem grünen blinkenden Kreuz zu erkennen. Dort sind Medikamente oftmals um einiges preiswerter als in Deutschland und häufig rezeptfrei zu bekommen. Zudem sind die Apotheker in Spanien gut ausgebildet und sprechen nicht selten auch deutsch. Die ambulante ärztliche Grundversorgung erfolgt in einen der zahlreichen Gesundheitszentren (Centros de Salud). Die dort praktizierenden Allgemeinmediziner arbeiten eng mit Fachärzten zusammen. Insbesondere Mallorca besitzt einen guten Ruf bei medizinischen Einrichtungen.
Sehenswert Die großen Inseln bieten einige Sehenswürdigkeiten, die Sie unbedingt gesehen haben sollten und das Segeln erst so richtig komplettieren. Auf Mallorca zählt dazu allen voran die Stadt Palma mit der eindrucksvollen Kathedrale La Seu, ihren vielen Geschäften und dem modernen Hafen mit den luxuriösen Yachten. Während Sie an den Küsten bezaubernde Sandstrände vorfinden, stoßen Sie etwas weiter im Landesinneren auf viel unberührte Natur wie Gebirgsketten oder Wäldern. Selbiges gilt mehr oder weniger auch für die Inseln Ibiza, Menorca und Formentera, die das Verlassen des Segelbootes stets zu einem besonderen Erlebnis werden lassen.

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