Für erfahrene Segler

Segeln um Sardinien

Kräftiger Fahrtwind, versteckte Buchten, traumhafte Strände und moderne Yachthäfen – Sardinien ist schon lange ein beliebtes Revier zum Segeln. 202 Kilometer liegt die zweitgrößte Mittelmeerinsel vom italienischen Festland entfernt, getrennt durch das Tyrrhenische Meer gehört sie dennoch politisch zu Italien. Als Segelrevier kann Sardinien vor allem mit seiner abwechslungsreichen Landschaft und dem durchgehend gutem Wetter punkten – wir sagen nur: 300 Sonnentage im Jahr!

Durch viele kleine Buchten verfügt Sardinien über fast 2000 Kilometer Küstenlinie.

Segeln, Baden, Tauchen oder einfach bei Essen und Wein ausspannen: Sardinien lockt mit vielfältigen Reizen. Dank der einmaligen Lage im westlichen Mittelmeer finden Sie rund um die Insel verschiedene Gewässer mit unterschiedlichem Charakter: Beispielsweise bietet das offene Mar di Sardegna optimale Bedingungen zum Segeln und lädt zum Surfen ein, während das Tyrrhenische Meer vor allem als Badeparadies bekannt ist.

Planen Sie in Gedanken bereits Ihren nächsten Törn an der sardischen Küste? Dann finden Sie bei uns alle relevanten Informationen rund um das Segelrevier Sardinien.

Panorama: Segeln um Sardinien

Alle Informationen zum Segeln um Sardinien

Geographie Von der Costa Smeralda bis zum Golfo di Orosei ein Traum zum Segeln – dank der vielen kleinen Buchten windet sich die Küste Sardiniens so stark, dass sie fast 2000 Kilometer lang ist. Felsige Küstenabschnitte wechseln sich mit feinen Sandstränden ab und zwischendurch finden sich unzählige nur vom Wasser erreichbare Buchten, die genug Platz bieten für alle, die sich nach erholsame Stunden fernab von überlaufenen Touristen-Stränden sehnen. Rund um die Insel finden Sie unterschiedliche Küstenabschnitte mit eigenem Charme und Besonderheiten, alle umschlossen vom azurblauen bis smaragdgrünem Meer. Pinienwälder, weiße Kalkklippen oder rote Granitfelsen: Sardinien zeigt sich gerne von verschiedenen Seiten. Vom Wasser aus haben Sie den besten Blick auf diese abwechslungsreiche Landschaft.
Hauptsaison Von Juni bis September sind die sardischen Strände und Städte überlaufen von Touristen, vor allem in den Monaten Juli und August ist der Andrang wegen der italienischen Schulferien sehr hoch. Im Grunde ist das Revier aber ganzjährig befahrbar, daher bietet es sich an in den weniger vollen Monaten zum Segeln vorbeizukommen. Grade Ende September und Anfang Oktober sind die Strände leerer, aber die Wassertemperaturen noch herrlich warm. Außerdem finden Sie in diesen Zeiten leichter und schneller Anlegeplätze.
Klima Auf Sardinien herrscht ein mediterranes Klima, das bedeutet warmer Frühling und Herbst, heißer Sommer und milder Winter. In der Hauptsegelsaison von Juni bis September können Sie deswegen meistens mit schönem Wetter rechnen, die Temperaturen klettern häufig über 30°C, das Wasser hat schon fast Badewannentemperatur und die Sonne ist gut und gerne zehn Stunden am Tag zu sehen. Regen ist im Sommer eher eine Seltenheit, im Winter nehmen die Regentage dann doch zu, jedoch bleibt die Temperatur durchschnittlich bei 14°C. Profis lädt das Gebiet also auch ganzjährig zum Segeln ein.
Wind & Wasser Vor allem der Norden und Nordosten Sardiniens zählt zu den reizvollsten Segelgebieten des westlichen Mittelmeers. Aber grade in dieser Region ist Vorsicht geboten, denn es handelt sich keinesfalls um ein einfaches Revier. Die Häfen haben häufig große Abstände zueinander, es gibt kaum geschützte Buchten und das ganze Jahr über ist die Insel verschiedenen Winden ausgesetzt, beispielsweise weht der Mistral, der kälteste und stärkste Wind, aus dem Nordwesten, aus dem Norden kommt der Tramontana und auch der aus dem Osten kommende Levante ist stark zu spüren. Darüber hinaus gibt es viele Untiefen und verschiedene Zonen mit unterschiedlichen Regelungen und Vorschriften, die Sie unbedingt beachten sollten. Was für erfahrene Segler den Reiz des Segelsports ausmacht, kann hier Anfängern schnell zum Verhängnis werden. Vor allem rund um das interessante und anspruchsvolle Maddalena-Archipel-Revier sind sehr gute Navigationskenntnisse ein absolutes Muss um sicher und erfolgreich zu Segeln.
Währung Euro
Sprache Italienisch, Dialekt der sardischen Sprache
Anreise Auf Sardinien gibt es fünf verschiedene Flughäfen: Im Nordosten bei Olbia, im Nordwesten bei Alghero, im Westen bei Oristano und bei Tortoli und einen Flughafen im Süden in der Nähe der Hauptstadt Cagliari. International und ganzjährig werden die beiden großen Flughäfen bei Olbia und Cagliari angeflogen. Aus Deutschland gibt es mehrere Airlines die Sardinien Nonstop anfliegen, dazu zählen beispielsweise die Billigairlines AirBerlin, EasyJet oder Germanwings, aber auch mit Lufthansa kommen Sie ohne Halt auf die Insel. Außerdem fahren viele Fähren Sardinien vom italienischem Festland aus an, angeboten werden Tages- und Nachtfahrten. Aus Mitteleuropa kommend bietet sich die Abfahrt vom Hafen in Genua, die Ticketpreise sind hier jedoch recht hoch. Eine Abfahrt von Livorno oder Piombino ist in den meisten Fällen billiger. Die Fahrten dauern zwischen fünf und sieben Stunden und sind grade tagsüber ein echtes Highlight.
Ortszeit Mitteleuropäische Zeit (MEZ) mit europäischer Sommerzeit
Einreise Gültiger Personalausweis oder Reisepass.
Notfall Die allgemeine ärztliche Versorgung in Italien entspricht den gewohnten Standards in anderen Ländern Europas. Alle Personen, die in Deutschland gesetzliche versichert sind, haben einen Anspruch auf Behandlungen von Ärzten, Zahnärzten und Krankenhäusern etc., soweit dringend erforderlich. Es empfiehlt sich allerdings vor Antritt der Reise einen Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von Ihrer normalen Versicherung nicht übernommen werden (Beispielsweise einen Rücktransport nach Deutschland etc.) und sich im Vorfeld über etwaige Impfungen zu informieren. Die Deutsche Botschaft befindet sich in Rom und ist Anlaufstelle für besondere Fälle und Anfragen.
Sehenswert Die Entstehungslegende von Sardinien besagt, dass Gott, nachdem er alles erschaffen hatte, noch einen Brocken übrig hatte und diesen ins Mittelmeer streute. Die entstandene Kargheit gefiel ihm aber noch nicht, deswegen nahm er von allen Kontinenten das Schönste und verteilte es auf der Insel. So soll der vielseitige Miniaturkontinent geschaffen worden sein. Sardinien wird wegen seiner traumhaften Strände, dem klaren Wasser, den charmanten Buchten und der perfekten Bedingungen zum Segeln gerne auch die „Karibik des Mittelmeers“ genannt. Neben tollen Regionen zum Segeln, hat Sardinien also auch landschaftlich einiges zu bieten: Auf keinen Fall verpassen sollten Sie die Inselwelt von Maddalena, als Ausgangspunkt für die Entdeckung der vorgelagerten Inselwelt bietet sich die Hafenstadt Palau an. Die pulsierenden und geschichtsträchtigen Städte Olbia, Cagliari und Alghero sind immer einen Besuch wert und auch für einen kleinen Abstecher nach Korsika sollten Sie sich Zeit nehmen. Aber unser absoluter Geheimtipp ist die Coasta Verde mit ihren einsamen Ständen und unberührten Natur, die Sie verzaubern wird!

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